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Grenzüberschreitende Berufsausbildung stärken: Ein wichtiger Schritt für das Grenzland

Zu dem heute im Europaausschuss beschlossenen Antrag zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Berufsausbildung (Umdruck 20/4991) erklärt die Sprecherin für Kooperation mit Dänemark, Birte Pauls:

„Es ist ein wichtiges Signal für unsere Grenzregion, dass unsere Initiative zur Stärkung der grenzüberschreitenden Berufsausbildung nun endlich eine Entscheidung erfährt. Die Anhörung im Frühjahr hat unser Anliegen bereits auf breiter Ebene unterstützt. Dass CDU und Grüne unserem Antrag nun weitestgehend zustimmen, ist erfreulich – auch wenn seit Juli 2024 unnötig wertvolle Zeit für die Umsetzung verstrichen ist.

Besonders positiv ist, dass wesentliche Punkte wie die verstärkte Information, Beratung und Vermittlung über die Grenze hinweg sowie die Verbesserung der gegenseitigen Anerkennung von Berufsabschlüssen beschlossen werden. Auch die Ausweitung des Modells des doppelten Berufsabschlusses auf weitere Berufe ist ein echter Gewinn für die jungen Fachkräfte in Dänemark und Schleswig-Holstein.

Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass auch die Forderungen nach einer Mindestpraktikums- und Mindestausbildungsvergütung sowie dem Ausbau des grenzüberschreitenden ÖPNV und kostengünstigen Unterbringungsmöglichkeiten beschlossen worden wären. Das hat die die Koalition leider nicht mitgetragen. Es ist bedauerlich, dass hier die Chance vertan wurde, soziale und logistische Barrieren für Auszubildende konsequent abzubauen.

Trotz dieser Einschränkungen gilt: Der heutige Beschluss ist ein Fortschritt im Kampf gegen den Fachkräftemangel auf beiden Seiten der Grenze. Wir werden uns auch weiterhin mit Nachdruck für dieses zentrale Thema im Grenzland einsetzen, um die Mobilität junger Menschen zu fördern und die Zusammenarbeit mit Dänemark in der Berufsbildung dauerhaft zu festigen.“

 

07.01.2026

Quelle: SPD Schleswig-Holstein