Zur möglichen Verschiebung der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Flensburg erklären der SPD-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat Ulf Kämpfer und der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Niclas Dürbrook:
Ulf Kämpfer:
„Die Menschen in Schleswig-Holstein können nicht bis 2040 darauf warten, dass ihr Alltag endlich wieder funktioniert. Wer morgens zur Arbeit fährt, seine Kinder abholen muss oder einen wichtigen Termin hat, braucht eine verlässliche Verbindung.
Eine Verschiebung der Generalsanierung wäre deshalb kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen – im Gegenteil. Gerade wenn die große Lösung noch viele Jahre entfernt ist, muss das Land umso entschlossener dafür sorgen, dass der Verkehr bis dahin besser funktioniert. Unser Anspruch ist, Schleswig-Holstein einfacher, gerechter und bezahlbarer zu machen. Dazu gehört ganz wesentlich, dass die Menschen sich wieder darauf verlassen können, von A nach B zu kommen.“
Niclas Dürbrook:
„Die Nachricht von einer möglichen weiteren Verschiebung der Generalsanierung zwischen Hamburg und Flensburg ist eine Horror-Nachricht für die Pendlerinnen und Pendler. Sollte sich bestätigen, dass die marode Strecke erst in Richtung 2040 grundlegend saniert wird, drohen weitere anderthalb Jahrzehnte mit Störungen, Ausfällen und Verspätungen.
Darauf muss die Landesregierung jetzt eine Antwort geben. Der bislang prominenteste Vorschlag von CDU und Grünen ist eine neue Bypass-Strecke über Bad Segeberg, die selbst kaum früher fertig sein dürfte. Das hilft den Fahrgästen in den kommenden Jahren nicht.
Wir haben mit unserem Acht-Punkte-Plan konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt: ein deutlich besseres Störungs- und Baustellenmanagement und schnelle Landesbusse als verlässliche Alternative auf besonders unzuverlässigen Bahnverbindungen. Wenn die große Sanierung immer weiter in die Ferne rückt, wird es umso wichtiger, die Probleme im bestehenden Netz endlich konsequent anzugehen.“
Quelle: SPD Schleswig-Holstein

