Die Ostsee birgt eine unsichtbare Gefahr: Noch immer liegen große Mengen an Altmunition aus den Weltkriegen auf dem Meeresboden, auch in der Lübecker Bucht. Welche Risiken davon für Mensch und Umwelt ausgehen und welche Lösungen es für eine sichere Bergung gibt, stand im Mittelpunkt unserer Informationsveranstaltung auf der Passat in Travemünde.
Renommierte Experten beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Prof. Dr. Maser sprach über „Munition im Meer: gesundheitliche Gefahren aus den Weltkriegen“, Uwe Wichert ordnete die historische Einbringung der Munition in der Lübecker Bucht ein und Alexander Bach stellte die Arbeit des Zentrums für den Umgang mit Munition in der marinen Umwelt (MUNIMAR) vor.
Im anschließenden Austausch wurden zahlreiche Fragen der Besucherinnen und Besucher beantwortet. Dabei wurde deutlich: Die Herausforderungen sind groß, gleichzeitig sind die technischen und wissenschaftlichen Voraussetzungen vorhanden, um die Bergung der Altmunition entschlossen voranzubringen.
Unser Fazit ist klar: Es braucht jetzt konsequentes Handeln, eine enge Zusammenarbeit von Land, Bund und Europa sowie den politischen Willen, die Ostsee langfristig zu schützen und die Altlasten der Vergangenheit verantwortungsvoll zu beseitigen.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein und der SPD-Bürgerschaftsfraktion Lübeck ausgerichtet.
Quelle: SPD Schleswig-Holstein
