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Zum Anne-Frank-Tag: Demokratiebildung Und Erinnerungskultur Bleiben Unverzichtbar

SPD-Bundestagsfraktion · 11. Juni 2026 · Nr. 102/2026 · Recht und Verbraucherschutz · Kultur und Medien

Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank geboren. Seit zehn Jahren organisiert das
Anne-Frank-Zentrum den bundesweiten Anne-Frank-Tag als Aktionstag an Schulen.
Unter dem Motto „Geschichten erzählen“ stellt das Anne-Frank-Zentrum
kostenlose Lernmaterialien für Schulen bereit, die den Schülerinnen und
Schülern vermitteln, wie aktiv Erinnern betrieben werden muss, damit die
Verfolgung und Ermordung der Jüdinnen und Juden im Holocaust nicht in
Vergessenheit geraten.

Nancy Faeser,, zuständige Berichterstatterin:

„Wir erinnern an das Leben und Vermächtnis von Anne Frank, deren Tagebuch bis heute weltweit Menschen bewegt und mahnt. In einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten, antisemitische Vorfälle zunehmen und historische Fakten immer häufiger relativiert oder infrage gestellt werden, kommt der Demokratiebildung und der aktiven Erinnerungskultur eine besondere Bedeutung zu. Die Geschichte Anne Franks macht deutlich, wohin Ausgrenzung, Hass und die Missachtung demokratischer Grundwerte führen können. Das persönliche Schicksal Anne Franks ermöglicht insbesondere jungen Menschen eine unmittelbare Identifikation, ein wichtiger Zugang zur Auseinandersetzung mit dem beispiellosen Menschheitsverbrechen der Shoah. Erinnerungskultur bedeutet weit mehr als das Bewahren historischer Ereignisse. Sie schafft Bewusstsein für die Notwendigkeit, Diskriminierung entgegenzutreten und sich für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte einzusetzen. Gerade deshalb müssen Demokratiebildung und Erinnerungskultur auch künftig konsequent gefördert und gestärkt werden. Sie sind Investitionen in eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft.“

Helge Lindh,, zuständiger Berichterstatter:

„Der Antisemitismus hat sein Erscheinungsbild verändert. Seine Wirkung ist geblieben. Jüdinnen und Juden berichten über zunehmende Anfeindungen, Isolation, offene Gewalt und Drohungen. Antisemitismus bildet eine Brücke zwischen verschiedenen antidemokratischen Ideologien und Protestbewegungen. Es ist wichtig, dass wir uns diesen Erscheinungsformen unabhängig des politisch-weltanschaulichen, sozialen und religiösen Milieus stellen. Das Anne-Frank-Zentrum nimmt das Erbe von Anne Frank auf und stärkt nicht nur die Auseinandersetzung mit dem Menschheitsverbrechen der Shoah, sondern regt die Sensibilität für heutigen Antisemitismus und die reale Gefahr des Antisemitismus im Hier und Jetzt an.“

→ Vollständige Pressemitteilung auf spdfraktion.de