SPD-Bundestagsfraktion · 20. Mai 2026 · Nr. 88/2026 · Kultur und Medien
Zum UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt findet am 21. Mai 2026 erstmals
der bundesweite Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt. Bundesweit
kommen dabei mehr als 450 Aktionen, Veranstaltungen und künstlerische
Beiträge zusammen. Sie zeigen, wie Menschen vor Ort Vielfalt leben und
demokratischen Zusammenhalt stärken.
Martin Rabanus,, kultur- und medienpolitischer Sprecher:
„*Zum UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt findet am 21. Mai 2026 erstmals der bundesweite Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt. Bundesweit kommen dabei mehr als 450 Aktionen, Veranstaltungen und künstlerische Beiträge zusammen. Sie zeigen, wie Menschen vor Ort Vielfalt leben und demokratischen Zusammenhalt stärken. * „Kunst eröffnet Räume, in denen wir uns als Gesellschaft begegnen. Sie stellt Fragen, irritiert, widerspricht und bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen. Gerade darin liegt ihre Kraft. Wo Kunst frei ist, kann Vielfalt sichtbar und verhandelbar werden. Der Aktionstag zeigt, wie eng Kunstfreiheit und kulturelle Vielfalt zusammengehören. Überall im Land gestalten Bürger:innen, nicht nur an diesem Tag, Kultur gemeinsam. Sie erzählen ihre Geschichten, bringen ihre Erfahrungen ein und schaffen Orte der Begegnung. So entsteht Zusammenhalt konkret vor Ort – in Theatern, Bibliotheken, Jugendzentren oder im öffentlichen Raum. Für uns gilt: Vielfalt ist kein Gegensatz zur Freiheit der Kunst. Sie ist ihre Voraussetzung. Eine lebendige Demokratie braucht unterschiedliche Stimmen, ästhetische Perspektiven und den Mut, Neues zu wagen. Gerade in Zeiten, in denen Debatten rauer werden und manche die Grenzen des Sagbaren verschieben wollen, müssen wir die Kunstfreiheit entschlossen verteidigen. Wir müssen aushalten, dass Kunst irritiert und auch widerspricht. Eine offene Gesellschaft lernt aus dieser Auseinandersetzung. Dass sich bundesweit mehr als 450 Initiativen beteiligen, zeigt: Die Zivilgesellschaft lebt diese Verbindung von Freiheit und Vielfalt längst. Wir nehmen das auch als politischen Auftrag. Noch immer entscheiden Herkunft, Einkommen oder Bildungsweg zu oft darüber, wer Zugang zu Kunst hat. Wir wollen kulturelle Teilhabe ausbauen und Barrieren abbauen. Denn nur wenn alle teilnehmen können, bleibt Kunst wirklich frei.“
