Zum Inhalt springen
Home » Aufruf Am Internationalen Denkmaltag Zum Nationalen Und Internationalen Kulturschutz

Aufruf Am Internationalen Denkmaltag Zum Nationalen Und Internationalen Kulturschutz

SPD-Bundestagsfraktion · 18. April 2026 · Nr. 65/2026 · Kultur und Medien

Jährlich am 18. April findet der Internationale Denkmaltag statt. Er soll
auf die wichtige Arbeit aufmerksam machen, die für die Erhaltung von
Kulturdenkmälern notwendig ist. Dabei geht es auch um den nationalen und
internationalen Schutz von Kulturgütern wie Denkmäler bei Kriegen,
bewaffneten Konflikten oder Katastrophen.

Dr. Franziska Kersten,, zuständige Berichterstatterin:

„*Jährlich am 18. April findet der Internationale Denkmaltag statt. Er soll auf die wichtige Arbeit aufmerksam machen, die für die Erhaltung von Kulturdenkmälern notwendig ist. Dabei geht es auch um den nationalen und internationalen Schutz von Kulturgütern wie Denkmäler bei Kriegen, bewaffneten Konflikten oder Katastrophen.* „Der Bund unterstützt Denkmäler in Deutschland beispielsweise über das Denkmalschutz-Sonderprogramm. Mehr als 3.000 national bedeutsame Kulturdenkmäler und historische Orgeln konnten dadurch bereits saniert werden. Die 14. Auflage des Programms im vergangenen Jahr begrüßen wir als Fraktion sehr, denn gerade die vielen kleinen Denkmäler in unserem Land profitieren davon. Genauso ist aber die Leistung privater Akteure wie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hier hervorzuheben. Beim Denkmalschutz gibt es viele Herausforderungen. Als SPD-Bundestagsfraktion setzen wir uns dafür ein, dass Bund, Länder und Kommunen ihre Verantwortung gegenüber Gedenkstätten weiter im Blick behalten, deren Gebäude meist ebenfalls denkmalgeschützt sind. Auch international sehen wir eine steigende Bedrohung des Denkmalschutzes. Laut UNESCO hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine bereits zur Zerstörung oder schweren Beschädigung von rund 500 Museen, Bibliotheken und Kirchen geführt. Im Iran wurden der Vierzig-Säulen-Palast, die Freitagsmoschee in Isfahan und der Golestan-Palast in Teheran beschädigt. Auch im Gazastreifen kommt es zur Zerstörung kulturellen Erbes. Nicht zu unterschätzen sind aber auch die Effekte des Klimawandels: Trockenheit und Überschwemmungen bedrohen denkmalgeschützte Gebäude gleichermaßen. Als Fraktion stehen wir deswegen klar zum internationalen Denkmalschutz gemeinsam mit der UNESCO. Die UNESCO hat bald auch über einen ganz besonderen Antrag zu entscheiden: Das „Grüne Band“ an der ehemaligen innerdeutschen Grenze soll Weltkultur- und Naturerbe werden. Der geschützte Lebensraum mit großer Biodiversität birgt gleichzeitig die Erinnerung an die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands und Europas. Dem sollte auch als Welterbestätte ein Denkmal gesetzt werden!“

→ Vollständige Pressemitteilung auf spdfraktion.de