Anlässlich der heutigen Demonstration der Gewerkschaften für den Erhalt des Acht-Stunden-Tages vor dem Walter-Damm-Haus hat die SPD ihre Solidarität mit den Demonstrierenden zum Ausdruck gebracht. Zahlreiche Beschäftigte sowie Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertreter waren zusammengekommen, um gegen eine Aufweichung der täglichen Höchstarbeitszeit zu protestieren.
Die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Christina Schubert erklärt dazu:
„Es ist ein starkes Zeichen, dass heute so viele Menschen auf die Straße gegangen sind. Wir nehmen diesen Appell der Gewerkschaften sehr ernst. Die SPD steht fest an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Der Acht-Stunden-Tag ist eine historische Errungenschaft der Gewerkschaftsbewegung und der Sozialdemokratie. Wer an der täglichen Höchstarbeitszeit rüttelt, gefährdet Gesundheit, Familie und gesellschaftliches Engagement. Für uns ist klar: Eine Flexibilisierung der Arbeitswelt darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Noch nie wurde in Deutschland so viel gearbeitet wie heute. Wer behauptet, es werde zu wenig gearbeitet, verkennt die Realität. Auch und gerade bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen.
Natürlich kennen wir den Koalitionsvertrag, der unter schwierigen Bedingungen und auch schmerzhaften Kompromissen auf beiden Seiten entstanden ist. Für uns ist klar: bei der Arbeitszeit wird nichts ohne die Gewerkschaften entschieden. Der Arbeitsschutz bleibt unangetastet, und niemand darf gegen seinen Willen zu längeren Arbeitszeiten gezwungen werden.
Wir wissen, wo wir herkommen und wem wir verpflichtet sind. Die SPD ist und bleibt die Partei der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Aber Erfolge für die Beschäftigten gelingen nur Hand und Hand von Gewerkschaften und Sozialdemokratie. Der heutige Protest gibt uns jedenfalls Rückenwind für die weiteren Gespräche.“
Quelle: SPD Schleswig-Holstein
