Zur heutigen Pressekonferenz der Bildungsministerin Stenke mit dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden Petersdotter erklärt der Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein und Spitzenkandidat zur Landtagswahl Ulf Kämpfer:
“Die Fakten und der reale Schulalltag stehen im eklatanten Widerspruch zu den Beteuerungen und Schönheitsreparaturen der Regierung. Wer Stunden streicht und Klassen vergrößert, braucht weniger Lehrkräfte. Das ist gut für die rechnerische Unterrichtsversorgung. Für unsere Kinder ist das schlecht. Das Defizit war und bleibt insgesamt groß, aber immerhin wird sie jetzt gesehen. Für meine SPD gilt: Bildung hat Vorfahrt! Das haben wir gerade am Wochenende wieder bei unserem Parteitag mehr als deutlich gemacht.
Und ein Blick nach Hamburg reicht, um zu sehen, wir es besser gehen kann. Während Schleswig-Holstein sich im Mittelmaß eingerichtet hat und immer weiter absteigt, hat Hamburg es mit einer SPD-Regierung geschafft, die Bildung massiv voranzubringen und ist zum Vorzeigebeispiel geworden. Dagegen sind Stellenstreichungen, viel zu viel Unterrichtsausfall, hohe Schulabbrecherquote, fehlende hunderte Millionen Euro für den Ganztagsausbau, gesunkene Integrationsquote, massive mentale Belastungen der Schülerinnen und Schüler und vieles mehr die plakativen Zeugen der Negativbilanz der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Meine erste Amtshandlung als zukünftiger Ministerpräsident wird sein, die Stellenstreichungen im Bildungsbereich sofort rückgängig zu machen.
Der Vorstoß für ein Azubiwerk ist zwar sinnvoll, aber keine neue Erfindung der Landesregierung, sondern bereits in anderen Ländern bewährt und von uns bereits vor über einem halben Jahr gefordert worden. Nach dem Masterplan für die beruflichen Schulen ist so ein Werk aber umso nötiger. Aber auch nach heute bleibt die Regierung Günther viele Antworten schuldig: Was ist mit Grundschülerinnen und -schülern, die trotz Empfehlung nicht mehr fit fürs Gymnasium sind? Was ist mit den Vertretungslehrkräften, die nach drei Jahren vor die Tür gesetzt werden? Was ist mit den Hochschulen, die jetzt gezwungen sind, Angebote zu streichen, weil das Geld fehlt? Wie geht es weiter mit dem massiven Sanierungsbedarf der Schulen?“
Quelle: SPD Schleswig-Holstein
