Die Malteser Deutschland haben heute überraschend die Übernahme der Diakonissenanstalt in Flensburg bekannt gegeben, anstatt wie ursprünglich angedacht eine Fusion zum neuen Fördeklinikum durchzuführen. Dazu erklärt Birte Pauls, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein
„Diese Entscheidung kommt sehr überraschend und ist auch sehr zu bedauern. Damit ist eine gute Lösung in Sachen Schwangerschaftsabbruch in weite Ferne gerückt.
Die leidige Situation ist auch auf das parteipolitische Taktieren der CDU zurückzuführen, die die angestrebte Krankenhausreform blockiert und damit unnötige Verzögerungen verursacht. Diese Unsicherheiten bringen Krankenhäuser in eine finanzielle Notlage und schaffen wenig Raum für eine positive Zukunftsperspektive.
Wir stehen vor zahlreichen Fragen, die wir gerne im Rahmen des Sozialausschusses mit den Verantwortlichen und der Landesregierung erörtern möchten. Wichtig ist, dass wir jetzt gemeinsam an Lösungen arbeiten, um die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Flensburg langfristig sicherzustellen.”
Kianusch Stender, der SPD-Landtagsabgeordnete aus Flensburg, ergänzt:
„Erst vor zwei Monaten waren wir bei der Diako Flensburg zu Besuch und haben unter anderem auch über die finanzielle Situation des Hauses gesprochen. Dort wurde uns versichert, dass sich die Lage stabilisiert habe. Gerade vor diesem Hintergrund überrascht die Pressemitteilung der Malteser sehr.
Für Flensburg und Umgebung ist es besonders wichtig, dass das geplante neue Fördeklinikum sowie für die Beschäftigten der Diako weiterhin eine klare Perspektive gibt. Wie wir hier politisch unterstützen können und welche Auswirkungen die Übernahme auf die aktuellen Prozesse hat, werden wir mit den Maltesern so zügig wie möglich besprechen. Unsere Priorität ist eine ausgezeichnete gesundheitliche Versorgung für die Menschen in der Region.”
Quelle: SPD Schleswig-Holstein
