Berufsorientierung und Ausbildungsvorbereitung werden für viele junge Menschen schon in der Schule immer wichtiger.
MdB Truels Reichardt zu Gast an der Elmshorner Gemeinschaftsschule
Die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule in Elmshorn setzt sich schon seit Längerem mit klaren Konzepten und guten Erfolgen für die Berufsorientierung junger Menschen ein. Davon konnten sich kürzlich der SPD-Bundestagsabgeordnete Truels Reichardt, Mitglied des Bundestagsausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie Mitglieder der Elmshorner SPD-Fraktion und der Arbeitsgemeinschaft für Bildung im Kreis Pinneberg überzeugen.
Schulleiterin Cecilie Ballin und ihr Team arbeiten dabei eng mit Betrieben, der Berufsschule, der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und weiteren sozialen Diensten zusammen.
Das Startchancen-Programm unterstützt die Schule
Die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule wird als Startchancen-Schule im Programm „PerspektivSchule Kurs 2034“ gefördert. Die Mittel kommen vom Bund und vom Land Schleswig-Holstein. An der Schule werden sie unter anderem für Berufscoaches und deren Arbeit eingesetzt.
„Die intensive Einzelberatung der Jugendlichen, eine durchgängige Berufsorientierung in allen Klassenstufen und zwei Betriebspraktika sind zentrale Elemente des Gesamtkonzepts.“ Daraus ergibt sich eine klare Forderung an die Bundes- und Landespolitik:
Berufscoaches sind zentral für Beratung und Betreuung
Berufscoaches an Schulen sollen ein wichtiger Bestandteil des geplanten Gesamtprogramms „2. Chance“ für Jugendliche ohne Schul- oder Ausbildungsabschluss sein. Außerdem sollte die Förderung der Perspektivschulen über das Jahr 2034 hinausreichen.
Wie die Fachkräfte an der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule erläuterten, muss sich die Berufsorientierung künftig auch auf die veränderten Erwartungen der Generation Z an Arbeitgeber sowie auf den Einsatz von KI bei der Berufswahl und im Bewerbungsprozess einstellen. Studien zufolge nutzt die Hälfte der Schülerschaft KI zur Berufsorientierung, vorzugsweise über das Smartphone. Stoßen Jugendliche dabei auf starre, langwierige Onlineformulare oder andere technische Hürden, könnten viele frustriert aufgeben und sich nicht weiter bei einem Arbeitgeber bewerben.
Onlineangebote und ein neues Dashboard in der Erprobung
Eine Kombination aus digitalen Angeboten und persönlicher Beratung sei besonders wirksam. Die Besucherinnen und Besucher des Expertengesprächs konnten sich an der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule einen direkten Eindruck von einem neuen Medium verschaffen, das ein Start-up entwickelt hat. Auf einem Dashboard können Unternehmen ihre Ausbildungsangebote ansprechend präsentieren. Jugendliche können sich dort informieren und sich direkt bei den Unternehmen bewerben. Eine Rückmeldung sei garantiert, teilten die Betreiber mit. Die ersten Erfahrungen seien sehr positiv. Nun gehe es darum, weitere Unternehmen aus der Region für das Angebot zu gewinnen – besonders aus dem Handwerk und dem Mittelstand.
Schulleiterin Cecilie Ballin und ihr Team sind überzeugt, dass die Verbindung von Beratung, Praktika und modernen digitalen Informationsangeboten auch künftig dazu beitragen kann, möglichst allen Jugendlichen den Weg in Ausbildung und Beruf zu erleichtern.
Quelle: KV Pinneberg

