Zum Inhalt springen
Home » Die SPD im Kreis solidarisiert sich mit dem Kreisjugendring Pinneberg

Die SPD im Kreis solidarisiert sich mit dem Kreisjugendring Pinneberg

Die politisch neutrale, kinder- und jugendnahe Arbeit darf nicht in Misskredit gebracht werden

Auf der letzten Tagesordnung des Kreistages stand als Routinepunkt die Verlängerung des Nutzungsvertrages des alten Barmstedter Krankenhauses als Jugendbildungsstätte durch den Kreisjugendring. Für die AfD im Kreistag war dieser rein formale Akt Anlass, über das Programm und die Arbeit des Kreisjugendringes Pinneberg förmlich herzuziehen. Dagegen bekräftigt die SPD im Kreis noch einmal ihre Unterstützung für die Arbeit und das Programm des Kreisjugendringes. Dessen Geschäftsführerin Pia Akkaya hat vollkommen Recht – so die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion Helga Kell-Rossmann –, wenn sie für den Kreisjugendring betont: „Als Kreisjugendring richten wir uns nicht an Parteipolitik aus, sondern wir sind parteiisch für die Interessen der Kinder und Jugendlichen.“ Der KJR sieht sich damit als Dienstleister für die Bedürfnisse der Jugendlichen. Die SPD: „Er ist ausdrücklich nicht Erfüllungsgehilfe politischer Strömungen und Parteien.“

Die SPD sieht den KJR genauso, wie es auch andere Parteien im Kreistag kürzlich deutlich gemacht haben, als „Werkstatt der Demokratie“. Dazu gehören nicht nur die Unterstützung für ein gutes Aufwachsen, sondern auch die Förderung der Meinungsbildung und die Befähigung zu kritischem Denken. Die Vorwürfe gegen den Kreisjugendring wegen dessen angeblicher „Abkehr vom Weg der Neutralität“ und dessen angeblicher „Linkslastigkeit“ gingen deshalb auch vollkommen ins Leere. Denn es sei die Aufgabe des Kreisjugendringes, auch Themen wie Transsexualität und andere Fragen aufzugreifen, wenn diese von den Jugendlichen und den Mitgliedsverbänden als wichtig und interessant angesehen werden. Das habe dann auch nichts mit „links“ und fehlender Neutralität zu tun, sondern sei eine selbstverständliche Aufgabe einer aufgeklärten jugendnahen Bildungs- und Findungsarbeit, für die Kreisjugendringe die nötige und mögliche Unterstützung bekommen müssen.

Der Angriff der AfD-Kreistagsfraktion gegen den Kreisjugendring in der letzten Kreistagssitzung reiht sich nach Auffassung der SPD im Übrigen ein in eine systematische vordergründige Kulturkampf-Kampagne, die von dieser Partei bundesweit nach dem gleichen Schema in die Parlamente und auch in die kommunalen Gremien getragen wird. Die SPD dazu: Da heißt es wachsam sein und möglichst mit allen anderen Parteien hiergegen ein demokratisches Stoppzeichen und die Warnung „Wehret den Anfängen“ zu setzen. Es ist gut, dass dies im Kreistag in Pinneberg kürzlich mit Souveränität gelungen ist.

Verantwortlich: Ernst D. Rossmann, 14.5.2026

Quelle: KV Pinneberg