Sprachuntersuchungen und Sprachförderung müssen jetzt für alle eingeführt werden – und nicht erst 2028/2029
Jetzt will auch Schleswig-Holstein die Deutschkenntnisse von Viereinhalbjährigen überprüfen. Damit übernimmt die schwarz-grüne Landesregierung endlich ein Konzept, das in Hamburg schon seit Jahren erfolgreich umgesetzt wird – mit deutlich besseren Ergebnissen in der Sprachentwicklung und bei den Schülerleistungen in der Grundschule.
Ernst Dieter Rossmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) im Kreis Pinneberg:
„Die SPD in Hamburg ist hier mit ihrer Politik unter Ties Rabe als Schulsenator und seiner Nachfolgerin Milda Bekeris schon seit Langem ein Vorbild für das ganze Bundesgebiet. In Schleswig-Holstein hat die schläfrige CDU-Landesregierung viel zu lange abgewartet, verzögert – und kann den Rückstand immer noch nicht aufholen. Mit viel Getöse und Marketing kündigt sie jetzt an, dass das neue Programm erst zum Kita-Schuljahr 2028/2029 landesweit verbindlich eingeführt werden soll. Das ist in über drei Jahren! Das ist mehr als blamabel und verantwortungslos. Die Trippelschritte von CDU und Grünen in diesem Bereich lassen die Kinder einmal mehr auf peinliche Weise allein.“
So wurden von allen 22.000 Kindern des betreffenden Jahrgangs im Frühjahr und Sommer dieses Jahres gerade einmal 188 getestet – in einem sogenannten Pilotprojekt, an dem zehn Grundschulen und zehn kooperierende Kitas beteiligt waren. Davon hatten 113 einen zusätzlichen Förderbedarf und erhalten seit Beginn des Schuljahres 2025/2026 bis zur geplanten Einschulung im kommenden Sommer Unterstützung durch die mit den Kitas kooperierenden Grundschulen.
Die SPD-Landtagsfraktion hat diese Politik der allerkleinsten Schritte schon immer klar kritisiert, weil sie nicht mehr ist als ein Tropfen auf den heißen Stein – und das nur, weil sich CDU und Grüne nicht einigen konnten und kein Interesse an einer gemeinsamen Lösung hatten. Stattdessen treten CDU und Grüne weiter auf die Bremse und vergessen in ihrem Konzept auch noch völlig die Kinder, die keine Kita besuchen. Für diese Kinder sind keine Tests eingeplant.
Das Fazit: Viele schöne Worte und eine ganz schlechte Praxis – auf dem Rücken der Kinder. Das ist die Bildungspolitik von CDU und Grünen in der Regierung von Daniel Günther.
Quelle: KV Pinneberg
