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Für den Sport bleibt noch viel zu tun – auch im Kreis Pinneberg

Die Sportmilliarde des Bundes kann nur ein erster Schritt sein.

Wie dringend notwendig der Ausbau und die Sanierung der Sportstätten hierzulande sind, stellte Mark Müller vom Kreissportverband kürzlich auf dem kommunalen Forum des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Ralf Stegner eindrücklich dar. So hat der Bund den Ländern und Kommunen eine zusätzliche „Sport-Milliarde“ für Investitionen in Sportstätten zugesagt. Inzwischen lägen dafür bereits 3.600 Förderanträge vor, die zusammen 7,5 Milliarden Euro ausmachten, so der Sport-Experte. Das Programm sei also mehrfach überzeichnet.

Allein für den Kreis Pinneberg seien elf Förderanträge eingereicht worden, die zusammen 80 Millionen Euro kosten sollen, erklärte Müller. Dazu gehören neue Sportplätze in Barmstedt, Neuendeich oder Seestermühe. Allein das neue Schwimmbad in Pinneberg würde 33 Millionen Euro kosten, die Sanierung des Hallenbades in Wedel rund 15 Millionen Euro. In Elmshorn sollen die Turnhalle der KGSE für sieben Millionen Euro und die Olympiahalle für fünf Millionen Euro erneuert werden, führte Müller aus. In die neue Sporthalle in Hemdingen müssten 6,6 Millionen Euro und in die in Uetersen 3,5 Millionen Euro investiert werden.

„Das alles zeigt, welch großer Nachholbedarf hier herrscht“, erklärte der Kreissportverbandschef Mark Müller bei der SPD-Veranstaltung. Das seien nur kommunale Projekte, da nur die Städte und Gemeinden antragsberechtigt seien und nicht die Vereine.

Auch wenn auf dieser Veranstaltung noch keine Lösung für diesen Sanierungs- und Erneuerungsbedarf im wichtigen Bereich des Sports gefunden werden konnte, wurden die aktuellen Informationen als sehr hilfreich wahrgenommen. Zur Diskussion um die Prioritäten müssten allerdings auch breite Allianzen für eine Stärkung der öffentlichen Hand entstehen. Das Missverhältnis von deutlich anwachsenden, geradezu groteskem privatem Reichtum bei einigen wenigen und fehlender öffentlicher Daseinsvorsorge für die vielen – auch z. B. im Bereich des Sports – dürfe nicht einfach hingenommen werden. „Dafür braucht es eine breite Unterstützung aus der Gesellschaft und auch aus dem Sport“, so die SPD in einer Auswertung zu diesem Teil der kürzlichen Veranstaltung.

Quelle: KV Pinneberg