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Beschlüsse des SPD-Kreisparteitags – Teil 5: Mobilität

Mobilität im Kreis Pinneberg – leistungsstark, bürgerfreundlich, umweltgerecht

Die Landtagsabgeordnete und -kandidatin Beate Raudies hat dieses Kapitel eingebracht.

Priorität für die Schienenprojekte, die möglichst vielen nutzen!

Das Land muss künftig vor allem die Bahnprojekte fördern, die vielen Pendler:innen, Schüler:innen und Tourist:innennutzen! Am Elmshorner Bahnhof beginnt täglich für ca. 20.000 Menschen der Arbeits- oder Schultag. In Pinneberg steigen täglich bis zu 18.000 Menschen in den Zug, in Tornesch bis zu 8.000. Die Strecke nach Hamburg ist überlastet, regelmäßig kommt es zu Verspätungen oder Zugausfällen. Der Ausbau der Strecke auf vier Gleise kommt einfach nicht voran, weil im Land falsche Prioritäten gesetzt werden.

Für unsere Region ist diese leider seit Jahrzehnten überlastete Strecke existenznotwendig. Ein Voranschreiten der Verkehrswende vor Ort, insbesondere der Verlagerung von Verkehren von der Straße auf die Schiene, ist ohne die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten auf diesem Streckenabschnitt undenkbar. Zwar gibt es erstmals Pläne für das dritte/vierte Gleis und den Umbau des Bahnhofs Elmshorn. Aber die Zeit bis zur Umsetzung im Jahr 2040 ist viel zu lang. Ein Ausbau auf vier Gleise bringt mehr Takte, die Möglichkeit, Güter-, Fern- und Regionalverkehr zu entflechten, und schafft bessere Kapazitäten. Und es ist ein wichtiger Standortfaktor für unseren Kreis.

Wir brauchen mehr Züge nach Hamburg und zurück, rund um die Uhr!

Beim Zugverkehr nach Hamburg gibt es keine „Randzeiten“. Die Kürzung der Landesmittel ist zurückzunehmen, die Anzahl der Fahrten so weit wie möglich auszuweiten.

Die Landesfinanzierung für den Busverkehr muss erhöht und regelmäßig dynamisiert werden!

Nur so können wir den Busverkehr in unseren Städten und Gemeinden verstärken. Es braucht insgesamt mehr Fahrten und eine bessere Vertaktung mit den Zügen, vor allem von und nach Hamburg. In den Randzeiten wollen wir bedarfsorientierte Angebote (On-Demand) stärken.

Sanierung der Radwege an den Bundes- und Landesstraßen!

Bei uns in der Region gehören Radwege nicht primär zur touristischen Infrastruktur. Sie werden von Familien zum Einkaufen, für den Weg zur Arbeit, zum Bahnhof und zu Freunden sowie in der Freizeit genutzt. Schüler:innen radeln zur Schule, zum Sport oder zum Musikunterricht. Und unsere älteren Mitbürger:innen nutzen diese Wege ebenfalls, auch mit Seniorenmobilen.

Leider sind viele der Radwege im Kreis in schlechtem Zustand, etwa der Radweg an der Landesstraße (L) 100 nach Horst oder der L in Tornesch/Prisdorf.

Quelle: KV Pinneberg