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Das hat der SPD-Kreisparteitag am 29.8. konkret beschlossen – ein politisches Arbeitsprogramm in sechs Kapiteln

Frühkindliche Bildung und Betreuung im Kreis Pinneberg ausbauen, berufliche Bildung stärken

Der Landtagskandidat Helge Neumann hat es eingebracht.

Frühkindliche Bildung ist der Schlüssel zu mehr Chancengerechtigkeit. Gute Kitas geben Kindern den bestmöglichen Start ins Leben, entlasten Familien und ermöglichen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Deshalb fordern wir:

  • Ein Kita-Ausbauprogramm für Wachstumsregionen. Kreise wie Pinneberg benötigen zusätzliche Landesmittel, die sich am tatsächlichen Bevölkerungswachstum und an der Zahl fehlender Betreuungsplätze orientieren.
  • Rechtsanspruch endlich zuverlässig erfüllen. Eltern dürfen nicht monatelang auf einen Kita-Platz warten. Unser Ziel ist, dass jedes Kind spätestens zum gewünschten Betreuungsbeginn einen Platz erhält.
  • Kommunen finanziell entlasten. Städte und Gemeinden dürfen mit den hohen Bau- und Betriebskosten neuer Kitas nicht allein gelassen werden. Das Land muss einen größeren Anteil an Investitionen und laufenden Kosten übernehmen.
  • Mehr Fachkräfte für unsere Kitas. Wir wollen mehr Ausbildungsplätze, eine attraktiv vergütete Ausbildung, den Ausbau der praxisintegrierten Ausbildung sowie gezielte Programme zur Gewinnung und Bindung pädagogischer Fachkräfte.
  • Wir brauchen schnellere Genehmigungen. Dazu sind die Planungs- und Genehmigungsprozesse für Kitas zu vereinfachen und zu beschleunigen.
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht flexible Betreuungsangebote. Deshalb fördern wir längere Öffnungszeiten, Randzeitenbetreuung und bedarfsgerechte Betreuungsmodelle.
  • Gute Betreuung und Bildung bedeutet mehr als genügend Plätze. Wir investieren in kleinere Gruppen, bessere Personalschlüssel, Sprachförderung, Inklusion und moderne Einrichtungen.

Berufliche Bildung braucht auch im Kreis Pinneberg neue Impulse

Ziel ist es, jedem jungen Menschen – unabhängig von Herkunft oder bisherigen Schulerfahrungen – eine echte Perspektive auf Ausbildung und Beruf zu eröffnen.

Deshalb soll künftig jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt über mindestens eine leistungsfähige Produktionsschule verfügen.

Produktionsschulen verbinden praktisches Arbeiten mit individuellem Lernen. Statt ausschließlich im Klassenraum zu unterrichten, erwerben die Jugendlichen ihre Kompetenzen in realen Arbeitsprozessen und werden dabei intensiv pädagogisch begleitet. Dieses Konzept stärkt Selbstvertrauen, Motivation und berufliche Handlungskompetenz und erleichtert den Übergang in Ausbildung und Beschäftigung.

Gerade der Kreis Pinneberg benötigt aufgrund seiner Größe, seiner dynamischen Entwicklung und des hohen Fachkräftebedarfs eine eigene Produktionsschule. Sie soll eng mit allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, der Jugendberufsagentur, regionalen Unternehmen sowie den Handwerks- und Industrie- und Handelskammern zusammenarbeiten. Das Angebot soll sich an den Bedarfen der regionalen Wirtschaft orientieren – beispielsweise in den Bereichen Handwerk, Digitalisierung, Pflege sowie Klima- und Energietechnik.

Produktionsschulen sind nicht nur ein Instrument der sozialen Teilhabe, sondern auch ein wichtiger Baustein zur Fachkräftesicherung. Deshalb muss das Land Schleswig-Holstein die Finanzierung langfristig absichern, bestehende Förderprogramme ausbauen und Investitionen in moderne Werkstätten ermöglichen.

Quelle: KV Pinneberg