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Das war der außerordentliche SPD-Kreisparteitag in Holm

Ein junges Präsidium, engagierte Reden, lebhafte Diskussionen, ein klares Antragspaket und wichtige Wahlen

Lockerheit und Schwung im Ganzen und ein großes Lob an die SPD-Kreistagsfraktion im Besonderen

So ein junges Präsidium hat ein SPD-Kreisparteitag noch nie gehabt. Linja Voges als Präsidentin und Finja Schwickert und Aaron Stenhüser steuerten den Kreisparteitag mit guter Laune und viel Übersicht zielstrebig durch die notwendigen Wahlen von 20 Delegierten zur Landeswahlkonferenz am 12. September wie durch die gut vorbereiteten inhaltlichen Vorlagen, die zu beschließen waren. Zur Begrüßung der Delegierten konnte Matti Schlotzhauer, jüngster Mann im SPD-Kreisvorstand, als besondere Gäste den Bundestagsabgeordneten Ralf Stegner, die Landtagsabgeordneten Beate Raudies und Thomas Hölck, die stellvertretende Kreispräsidentin Elke Schreiber, die stellvertretende Landesvorsitzende Maybrit Venzke, die Bürgermeister Andreas Kamin aus Klein Nordende und Bernd Sommer aus Hemdingen und den Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Hans Peter Stahl willkommen heißen. Stellvertretend für die gesamte Kreistagsfraktion gab es dabei einen langen Sonderapplaus des SPD-Kreisparteitages für die von der SPD erfolgreich gestaltete Neuwahl von Andreas Köhler zum Landrat. „Kurs gehalten und sich für den Kreis Pinneberg gut durchgesetzt“, so lautete das einhellige Urteil der Delegierten aus dem Kreisparteitag.

Die junge Generation hat das Wort

Mit Fragen nach der Zukunft von Frieden, Arbeit und Wohnen, die alle Menschen, besonders aber auch die junge Generation beschäftigen, hatte Matti Schlotzhauer in seiner mit viel Beifall aufgenommenen Rede zum Beginn des Kreisparteitages die Themen angesprochen, die dann auch den Bundestagsabgeordneten Ralf Stegner und die Oppositionsführerin Serpil Midyatli aus Kiel in ihren Gastreden beschäftigten. Sie knüpften an die Forderung nach Selbstbewusstsein und Zuversicht an, die schon von dem jungen Genossen als Appell am Schluss seiner Rede an alle gerichtet hatte.

Frieden und Abrüstung, soziale Sicherheit und gute Daseinsvorsorge, Demokratie stärken und ein Kontra gegen die Rechtsextremisten

Ralf Stegner stellte an erster Stelle besonders die Fragen von Krieg und Frieden, Diplomatie und Verhandlungen wie Abrüstung und Zusammenarbeit als dringend notwendiges Werkzeug der Politik heraus. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede: Ein starker, leistungsfähiger und gerechter Sozialstaat sei für die Zukunft genauso unverzichtbar wie eine leistungsfähige öffentliche Daseinsvorsorge bei Bildung, Infrastruktur, wirtschaftlicher Wohlfahrt und dem Schutz von Umwelt und Klima. Zu aktuellen Entwicklungen unserer Demokratie lautete sein leidenschaftlicher Aufruf: Die Demokratie mit guter Politik für Gerechtigkeit und Erneuerung verteidigen, klare Positionen vertreten, Kompromisse mit Transparenz und erkennbaren Begründungen eingehen und dem Rechtsextremismus in welcher Form auch immer an keiner Stelle Raum geben. Ralf Stegner: „Da kommt es auf uns alle an, bei allen Anlässen und bei jeder Gelegenheit.“ Serpil Midyatli unterstützte diesen Appell mit der konkreten Forderung nach einem Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, wie es von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung zügig beantragt werden sollte.

Schleswig-Holstein bleibt unter seinen Möglichkeiten – die SPD ist zur Schwarz-Grün die bessere Alternative

Zugleich stellte die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion konkrete Mängel der schwarz-grünen Landespolitik bei Wohnungen und Mieten (wo bleibt die wirksame Mietpreisbremse?), bei Investitionen in den pünktlichen und erreichbaren öffentlichen Verkehrsmitteln (wann entscheidet die Landesregierung endlich über den Schleswig-Holstein-Engpass Elmshorn bei der Bahn und leitet die notwendigen Maßnahmen ein?) und bei der Bildung (wann bekommen endlich alle Kinder bessere Bildungschancen, z. B. durch rechtzeitige Verbesserungen bei der Sprachförderung?). Serpil Midyatli: „Schwarz-Grün bleibt unter dem Notwendigen und das Land unter dem Möglichen. Die SPD wird hierzu klare Alternativen zu CDU und Grünen auf ihrem Landesparteitag am 5. 12. in einem Wahlprogramm der Zuversicht und der Hoffnung für unser Land präsentieren.“

Was die Anregungen aus dem Kreis Pinneberg dazu sind, die jetzt schon erarbeitet worden sind, wurde dann mit großer Übereinstimmung zu den Bereichen Bildung, Wohnen, Gesundheit, Mobilität, Klima und Energie und zu Gerechtigkeit bei Steuern und starken Finanzen für die Kommunen beschlossen. Die Anträge waren von den vier Landtagskandidaten vorbereitet worden und werden jetzt in wechselnder Folge auch auf der Homepage des SPD-Kreisverbandes präsentiert werden.

Thomas Hölck: Jetzt kommt es auf uns mit an. Der mit Abstand größte Kreis im Land will seinen Beitrag zum Wahlerfolg der SPD am 18.4.2027 leisten.

Bevor die Delegierten von Thomas Hölck in den verdienten freien Nachmittag entlassen wurden, gab es ein herzliches Dankeschön an die gute Vorbereitung durch Arvid Kelder von der Kreisgeschäftsstelle und seine Helferinnen und Helfer, an die aufmerksame Bewirtung in „Ladiges Gasthof“ und an das Präsidium und alle Delegierten für den konzentrierten und ergebnisreichen Parteitag. Thomas Hölck: „So wie bei unseren Feiern zu den 80 Jahren Land Schleswig-Holstein und der erfolgreichen Landratswahl hat auch dieser Parteitag gezeigt, dass die SPD im Kreis Pinneberg richtig gut in Form ist. Jetzt gehen wir mit viel Freude und Elan in die weitere Vorbereitung für die Landtagswahlen und Ulf Kämpfer, unseren Spitzenmann, und unsere vier Landtagskandidaten. Wir sind mit Abstand der Kreis mit der meisten Bevölkerung in Schleswig-Holstein. Wir wollen und werden da einen großen Beitrag für eine erfolgreiche Wahl am 18.4.2027 aus unserem Kreis dazu beitragen. Auf uns kommt es bei der Wahl entscheidend mit an.“

Verantwortlich: Ernst Dieter Rossmann (Pressesprecher des SPD-Kreisverbandes), 30.8.2026

Quelle: KV Pinneberg