„Aber bitte mit Sahne“ brachte im Presse-Café in Uetersen die Genossinnen und Genossen zum Erzählen
Linja Voges, die stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD, musste als Moderatorin der Abschlussveranstaltung von „80 Jahre Schleswig-Holstein“ der Kreis-Pinneberger SPD gar nicht lange bitten, und schon sprudelten die Erinnerungen: sehr persönlich und auch grundsätzlich, mal lustig, mal eher traurig, auch ein paar Tränen waren dabei.
Von Nachbarn, die solidarisch SPD-Flugblätter versteckt haben, und Genossen, die verfolgten Juden Unterschlupf gegeben haben, von Trümmerfeldern als Abenteuerspielplatz, von Lehrern, die noch immer Nazis waren, vom Spielverbot mit Flüchtlingskindern und vom Plattdeutschen als Ausgrenzung gegenüber den ungeliebten „Fremden“, vom Helgoländer Nothafen für die Fischkutter und der kleinen Nordseeinsel als möglichem UNO-Gebiet, von der Arroganz und dem Standesbewusstsein der adeligen „Hoheiten“, von den ersten Ostseeurlauben in kleinsten Posthäusern bis zu ersten Auftritten auf SPD-Kreisparteitagen.
Und vom Blick von außen: Haben doch unter den Genossinnen und Genossen im Kreis Pinneberg nicht wenige erste und spätere Lebensjahre vielfach in Hamburg verbracht. Ralf Stegner, „eingebürgerter“ Schleswig-Holsteiner mit Wurzeln im tiefsten Süden der Bundesrepublik, befand jedenfalls kurz und bündig: „Schleswig-Holstein ist nicht nur ein wunderschönes Land. Es ist auch ein Land, das nie langweilig ist.“ Und Linja Voges, Jüngste in der Runde der Erzählstunden, setzte hinzu: „Das gilt im Übrigen auch für die SPD in Schleswig-Holstein.“
So waren am Ende der Café-Runde viele gemeinsame, aber auch viele ganz eigene und einmalige Erlebnisse und Erinnerungen ausgetauscht. Mit einem herzlichen Dank an das Team vom Presse-Café für den hervorragenden Pflaumenkuchen, die reichliche Schlagsahne und den guten Kaffee und an Linja Voges für die aufmerksame und dezente Gesprächsführung beendete Thomas Hölck als Kreisvorsitzender dann diesen „Schlussakt“ des dreitägigen Schleswig-Holstein-Programms der SPD. Die Gäste waren sich dabei einig: Für ein nächstes Zusammenkommen dieser Art soll nicht erst bis ins Jahr 2046 gewartet werden.
Quelle: KV Pinneberg

