Die SPD im Kreis Pinneberg erwartet schnelle Umsetzung der EU-Richtlinie für Lohntransparenz
6 % Lohndiskriminierung sind ein echtes Problem
Die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in der EU betrugen 2025 zwischen 12 und 16 Prozent. In Deutschland lagen sie laut dem Statistischen Bundesamt bei 16 Prozent. Diese Lücke lässt sich zum Teil durch unterschiedliche Berufsfelder und Positionen im Unternehmen erklären, sprich: Männer haben die besseren Positionen. Dann bleiben aber immer noch 6 Prozent Unterschied übrig, der sich nur aus der Lohndiskriminierung von Frauen erklären lässt. Dagegen will die EU mit einer verbindlichen Richtlinie angehen, die schon im Jahr 2023 beschlossen worden ist und für die die Mitgliedstaaten drei Jahre Zeit zur Umsetzung hatten.
Was ist dabei geplant und beschlossen?
Bereits vor der Einstellung sollen Unternehmen ihre Entgeltstruktur offenlegen. Sie sollen die Bewerber:innen nicht mehr nach vorherigen Gehältern fragen dürfen. Die Beschäftigten selbst sollen einen Auskunftsanspruch haben. Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden sollen alle drei Jahre Berichte über den Gender-Pay-Gap, also den Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern, vorlegen. Ist das im 21. Jahrhundert wirklich zu viel verlangt?
Das Frauennetzwerk der SPD im Kreis Pinneberg mit seiner Vorsitzenden Sonja Birnbaum aus Uetersen an der Spitze und der SPD-Kreisvorstand finden das nicht. Deshalb erwarten sie mehr Einsatz von der Bundesregierung für dieses positive Reformgesetz. Denn das Bundesfrauenministerium will das Gesetz in Deutschland erst 2027 in Kraft setzen und die Berichtspflichten für die Unternehmen sogar erst im Juni 2028. Die SPD im Bund wie an der Basis sagt dazu: Frauenrechte sind kein Kinderspielzeug, Frau Prien und Herr Merz. Werden Sie zügig aktiv!
Quelle: KV Pinneberg

