Drei Bürgermeister*innen und ein Ex in Seestermühe in offener Runde
Ein Marathon-Mann mit vielen beruflichen Leistungen und Erfahrungen
Familienrichter, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft und im Justizministerium des Landes Schleswig-Holstein, Oberbürgermeister in der Landeshauptstadt und jetzt SPD-Landesvorsitzender und SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahlen im April 2027 – Ulf Kämpfer hat in seinem beruflichen Leben schon viel erlebt und viel gestaltet. Der Junge vom Dorf im Kreis Plön, der dann später in Deutschland, Irland und Amerika studiert hat, hat sich noch immer viel Neugierde auf die Menschen und die Themen bewahrt, denen er begegnet und mit denen er sich auseinandersetzt. Darin ist er ein wahrer „Marathon-Mann“.
Das Trio von einer SPD-Dorf-Bürgermeisterin und zwei SPD-Dorfbürgermeistern
Das zeigte sich auch in den zwei Stunden, in denen er bei bulliger Hitze in der Alten Viehwaage mit den Bürgermeistern Andreas Kamin aus Klein Nordende, Erika Koll aus Kummerfeld und Thorsten Rockel aus Seestermühe und interessierten SPD-Mitgliedern und Gästen zum offenen Gespräch zusammengekommen ist. Mit dabei war auch der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Hölck, der den gastgebenden Ortsbürgermeister Thorsten Rockel zudem als einen der ganz wenigen Amtsvorsteher vorstellte, der in Schleswig-Holstein der SPD angehört. Gleichzeitig grüßte Thomas Hölck sehr herzlich vom SPD-Bürgermeister von Hemdingen, Bernd Sommer, der im wohlverdienten Sommerurlaub ist.
Gesucht: Bürgernahe neue Ideen für ein kompaktes Wahlprogramm und eine bessere Regierung
Ulf Kämpfer hatte als SPD-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten für seinen Besuchstag im Kreis Pinneberg ausdrücklich um eine solche Gesprächsrunde mit ehrenamtlichen Bürgermeistern von kleineren Gemeinden wie Seestermühe (fast 1000 Einwohner), Kummerfeld (2300) und Klein Nordende (3300) gebeten. Sein Ziel dabei: Fakten, Sorgen und Ideen aufnehmen und diskutieren, die für ein kompaktes SPD-Wahlprogramm der guten Ideen und eine neue Landespolitik aus Sicht von Dörfern und ihren Bürgern und ehrenamtlichen Politikern wichtig werden können. Und die wurden dann reichlich ins Gespräch gebracht, von einer verlässlichen freien Finanzausstattung über größere Freiheiten in der Anlage von Wohngebieten und Gewerbeflächen durch die Landesplanung bis zu mehr Angeboten und mehr Flexibilität im ÖPNV.
Von fehlender Schnelligkeit in der Genehmigung von Planungen wusste Thorsten Rockel leidgeprüft zu berichten. Der Seestermüher Bürgermeister: „Der letzte B-Plan in unserem Dorf hat 10 Jahre gedauert. Das muss und kann schneller gehen.“ Auch die Förderung von Kindergarten und Grundschule wurde angesprochen. Erika Koll aus Kummerfeld: „Junge Familien, die als Neubürger in unser Stadtrand-Dorf kommen, gucken auf unsere Schule, aber auch unsere Programme für Sport und Kultur sind ganz wichtig, und dafür brauchen wir finanziellen Spielraum.“ Ähnliche Gedanken brachte auch Andreas Kamin ein, der in Klein Nordende gerade mit dem Millionen-Neubau einer Grundschule schwer beschäftigt ist. Andreas Kamin: „Die Förderpraxis durch das Land muss ausreichend, fair und zügig werden. Und was sich die Landesregierung bei den Mitteln für den Grundschul-Ganztag geleistet hat und leistet, geht auf keine Kuhhaut.“
Ulf Kämpfer hatte auch schwierige Fragen im Gepäck
Ulf Kämpfer hörte zu, fragte nach, argumentierte und wollte auch die Einschätzung zu eigenen Überlegungen wissen. Was wäre die Reaktion, wenn 50 % der Förderprogramme des Landes erst mal gestrichen würden und die Gemeinden dafür mehr Geld zur freien Verfügung hätten? Sind die vielen eigenständigen Kommunen in Schleswig-Holstein, relativ mehr als in jedem anderen Bundesland, auch für die Zukunft tragfähig? Und was kann und muss dafür getan werden? Wie muss sich Verwaltung verändern, um mehr Dienstleistung für das ehrenamtliche politische Engagement zu sein? Wie fördern wir die Kinder am besten, und wo setzen wir da die Prioritäten?
5 Städte und Gemeinden, acht Stationen und Veranstaltungen in 10 Stunden im Kreis Pinneberg – nur Jules Verne war schneller
An Diskussionsstoff war jedenfalls genug da, bevor Ulf Kämpfer sich dann mit seinem Team wieder von Seestermühe aus auf den Weg nach Kiel machte – acht Stationen quer durch den ganzen Kreis in Quickborn, Uetersen, Tornesch, Pinneberg, Elmshorn und Seestermühe mit 10 Stunden „Hochdruck-Beatmung“ zum Kreis Pinneberg – das ist schon eine stolze Leistung. Aber wie gesagt, Ulf Kämpfer ist ein Marathon-Mann, und die haben ja bekanntlich eine besonders gute Kondition und sehr viel konzentrierte Ausdauer.
Quelle: KV Pinneberg

