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Thomas Hölck erneut zum Direktkandidaten im Wahlkreis 23 Pinneberg-Elbmarschen gewählt

Die SPD im Wahlkreis 23 Pinneberg-Elbmarschen hat Thomas Hölck erneut als Direktkandidaten für die Landtagswahl 2027 nominiert. Auf der Wahlkreiskonferenz am Donnerstag, den 25. Juni in Holm setzte sich der amtierende Landtagsabgeordnete mit 12 zu 10 Stimmen gegen Claudia Wittburg aus Wedel durch.

Nach seiner Wahl bedankte sich Hölck bei den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen. Zugleich machte er deutlich, dass ihn die aktuellen politischen Entwicklungen zusätzlich motivieren. Mit Blick auf die Lage der SPD und den Zuspruch für die AfD sagte er: „Die Demokratie ist ein Geschenk, das wir pflegen und gestalten müssen.“

In seiner Bewerbungsrede spannte Thomas Hölck den Bogen von seiner langjährigen Betreuung der zum Kreis Pinneberg gehörenden Nordseeinsel Helgoland bis hin zu den Themen Wohnungsbau, Bildung und Klimaschutz. Einen besonderen Schwerpunkt setzte er auf die Wohnungs- und Mietenpolitik. Viele Menschen hätten Sorge, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. Deshalb brauche es eine wirksame Mietpreisbremse und deutlich mehr Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. Hölck sprach sich für jährliche Investitionen von einer Milliarde Euro in den sozialen Wohnungsbau aus.

Kritisch äußerte er sich zudem zu Überlegungen, das Wohngeld zu kürzen oder zu streichen. „Das Wohngeld ist eine Errungenschaft der SPD. Eine Streichung ist unfassbar, das können wir nicht akzeptieren. Da mache ich nicht mit“, erklärte Hölck.

Ein weiteres zentrales Thema seiner Rede war das Tariftreue- und Vergabegesetz. Öffentliche Aufträge müssten an Unternehmen vergeben werden, die Tariflöhne zahlen und gute Arbeitsbedingungen gewährleisten. Darüber hinaus sprach sich Hölck für die Abschaffung der Kita-Gebühren, mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Aufstiegschancen durch Bildung aus. Die Bildungspolitik der Landesregierung bewertete er kritisch und erklärte: „Die Landesregierung hat bei der Bildungspolitik versagt.“

Claudia Wittburg stellte in ihrer Bewerbungsrede den Vertrauensverlust vieler Bürgerinnen und Bürger in die Politik in den Mittelpunkt. „Die Menschen glauben uns nicht mehr. Wir brauchen wieder das Vertrauen der Menschen und kein ‚Weiter so‘“, sagte sie. Sie betonte, dass sie nicht kandidiere, um ein Amt zu erhalten, sondern um Veränderungen anzustoßen.

Wittburg schilderte ihre Erfahrungen als Mutter von vier Kindern und ging insbesondere auf die Herausforderungen an den weiterführenden Schulen ein. Lehrkräftemangel und dessen Folgen für Schülerinnen und Schüler seien zentrale Probleme. „Meine vier Kinder sind meine Stärke, nicht meine Schwäche“, sagte sie und ergänzte: „Familie darf nicht zum Armutsrisiko werden.“

In der anschließenden Fragerunde erläuterten beide Bewerbenden ihre Positionen zu aktuellen politischen Themen und beantworteten die Fragen der Delegierten. Nach einem intensiven Austausch entschieden sich die Delegierten mit knapper Mehrheit für Thomas Hölck.

Der SPD-Kreisverband dankt Claudia Wittburg ausdrücklich für ihre Kandidatur. Mit ihrer Bewerbung hat sie den Delegierten eine echte Auswahl ermöglicht und wichtige inhaltliche Impulse in die Debatte eingebracht.

Mit der Nominierung geht Thomas Hölck nun erneut als SPD-Direktkandidat für den Wahlkreis 23 Pinneberg-Elbmarschen in den Landtagswahlkampf!

Quelle: KV Pinneberg