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Einstimmiges Votum für Jannik Thiel: SPD nominiert Landtagskandidaten für den Wahlkreis 24

Mit einem einstimmigen Ergebnis hat die SPD im Wahlkreis 24 (Pinneberg, Halstenbek und Schenefeld) ihren Direktkandidaten für die Landtagswahl 2027 aufgestellt. Auf der Wahlkreiskonferenz am 19. Juni im SPD-Kreisbüro in Pinneberg wählten die 14 Delegierten Jannik Thiel ohne Gegenstimme zum Kandidaten für den Wahlkreis.

Eröffnet und geleitet wurde die Konferenz vom SPD-Kreisvorsitzenden Thomas Hölck. Zu Beginn stimmte die stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein, Maybrit Venzke, die Delegierten auf die kommenden Monate ein. Sie machte deutlich, dass dem Kreis Pinneberg im Landtagswahlkampf eine besondere Rolle zukomme. Gleichzeitig sparte sie nicht mit Kritik an der schwarz-grünen Landesregierung und warb für einen engagierten Wahlkampf.

Ein klares Signal setzte sie auch im Umgang mit der AfD. „Unsere Aufgabe ist nicht, der AfD hinterherzulaufen. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Menschen uns wieder zutrauen, ihr Leben besser zu machen“, sagte Venzke unter dem Applaus der Delegierten.

Anders als klassische Bewerbungsreden begann Jannik Thiel seine Vorstellung nicht mit seinem politischen Lebenslauf. Stattdessen stellte er die politischen Herausforderungen in den Mittelpunkt, vor denen Schleswig-Holstein steht. Ausgehend von globalen Entwicklungen spannte er den Bogen zu den konkreten Problemen vor Ort – von der Klimakrise über marode Infrastruktur und kommunale Finanzen bis hin zu Bildung und sozialer Gerechtigkeit.

Dabei machte Thiel deutlich, dass die Energiewende weit mehr sei als Klimapolitik. Sie sei zugleich Industrie-, Infrastruktur- und Arbeitsmarktpolitik. Schleswig-Holstein müsse die Chancen nutzen, um tarifgebundene und gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig die notwendigen Investitionen in Schienen, Straßen und Energieinfrastruktur voranzubringen.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war die Bildungspolitik. Mit Blick auf die hohe Zahl von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss forderte Thiel stärkere Investitionen in Schulen, Lehrkräfte und Chancengerechtigkeit. Auch eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen sei Voraussetzung dafür, Schulen und öffentliche Infrastruktur zukunftsfähig zu machen.

„Ich möchte, dass Schleswig-Holstein eine Perspektive bietet – insbesondere unseren Schülerinnen und Schülern – und dass es sein Potenzial ausschöpft“, erklärte Thiel.

In der anschließenden Aussprache standen vor allem bildungspolitische Fragen im Mittelpunkt. Diskutiert wurde unter anderem über die Zukunft der Gemeinschaftsschulen, den Lehrkräftemangel sowie konkrete Maßnahmen gegen Schulabbrüche.

Mit dem einstimmigen Votum der Delegierten startet Jannik Thiel nun als SPD-Direktkandidat für den Wahlkreis 24 in den Landtagswahlkampf 2027. Gemeinsam mit den Ortsvereinen aus Pinneberg, Halstenbek und Schenefeld will die SPD den Wahlkreis zurückgewinnen.

Quelle: KV Pinneberg