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Wohnen für Hilfe: Das SPD-Seniorennetzwerk im Kreis Pinneberg denkt Zukunft

Der Alterswandel in der Gesellschaft erfordert, auch über neue alternative Wohnformen für Jung und Alt stärker nachzudenken. Beim letzten Zusammentreffen des Senioren- bzw. Seniorinnennetzwerk-Treffens des SPD-Kreisverbandes stellte Jutta Kross, engagierte Wedeler Genossin, in vielen verschiedenen Engagements und Initiativen aktiv und Mitglied des SPD-Kreisvorstands, dazu das Konzept „Wohnen für Hilfe“ als alternative Wohnform vor.

Hierzu stellen ältere Menschen oder Menschen, die aus anderen Gründen Unterstützung brauchen, eine Wohnmöglichkeit im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung für jüngere Menschen zur Verfügung, die dafür fest vereinbarte kleine Hilfen leisten. Jutta Kross: „Das funktioniert in manchen Universitätsstädten schon sehr gut, wo es solche neuen Wohngemeinschaften von Studierenden mit älteren Menschen gibt.“

Grundlage für diese zukünftige Wohnform sind Mietverträge, Beiträge zu den Betriebskosten der Wohnung und im Gegenzug z.B. 5 Stunden Hausarbeit und häusliche Hilfe die Woche. Als wichtige zusätzliche Qualität dieser alternativen „Wohnteilung“ stellte Jutta Kross den sozialen Kontakt und Austausch und auch mehr Verständnis zwischen den Generationen heraus. Jutta Kross: „Das, was früher in vielen Familien schon durch die äußeren Umstände selbstverständlich war, nämlich mehrere Generationen unter einem Dach, findet hier dann eine moderne Fortsetzung.“ In der lebhaften Aussprache kamen dann nicht nur die praktischen Fragen zur Sprache, was z.B. die gemeinsame Nutzung von wichtigen Funktionsräumen wie Küche und Bad etc. betrifft, sondern auch die finanzielle Förderung bei solchen Projekten, die es jetzt in Form von vergünstigten Krediten zum Beispiel für die Schaffung von barrierefreien und altengerechten Wohnungen schon gibt.

Der Kreisvorsitzende Thomas Hölck, Experte für Wohnungsbau in der SPD-Landtagsfraktion, bewertete das Konzept von „Wohnen für Hilfe“ auch als eine Perspektive für ältere Menschen im ländlichen Raum und im Umfeld von Städten, die gerne in ihrer großen Wohnung bleiben wollen, sich hierbei aber Unterstützung wünschen. Thomas Hölck: „Der doppelte Nutzen für beide Seiten liegt dann darin, dass die jungen Menschen eine eigene Wohnräumlichkeit haben, die ja bekanntlich auch sehr schwer zu bekommen und zu bezahlen ist.“ Thomas Hölck kündigte an, diesen Zukunftsimpuls aus dem Netzwerk konkret in den Landtag in Kiel zu tragen und zum Gegenstand parlamentarischer Initiativen zu machen.

Quelle: KV Pinneberg