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Bericht zum AfB-Termin – Bildungscampus Elmshorn: Neue Wege für mehr Inklusion

Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung AfB im Kreis Pinneberg berichtet

Die Bildungsinteressierten der SPD-AfB im intensiven Gespräch mit dem Förderzentrum für geistige Entwicklung und dem Konzept eines inklusiven Kooperationsmodells mit der Beruflichen Schule in Elmshorn

Die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen wächst

Da sind wirklich ganz viele Fragen auf den Tisch gekommen, als die Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD im Kreis Pinneberg sich kürzlich mit den Schulleitungen des Förderzentrums für geistige Entwicklung in der Raboisenschule Elmshorn und der dortigen Kreisberufsschule zusammengesetzt hat. Die Schulleiterin der Raboisenschule, Frau Wiedner, und ihre Stellvertreterin, Frau Polomsky, verwiesen eingangs der Aussprache auf die große Zahl der Kinder und Jugendlichen mit einem geistigen Förderbedarf und damit vielfach verbundenen weiteren Handicaps, z. B. in der körperlichen Motorik. So werden an der Raboisenschule aktuell 197 Jungen und Mädchen unterrichtet und betreut. Für das neue Schuljahr werden weitere 30 Schülerinnen und Schüler erwartet.

Neue Räume und die Vision eines Bildungscampus

Das stellt Förderzentren im Besonderen vor große Herausforderungen. Es geht dabei um die multiprofessionellen Teams, zu denen inzwischen fast 100 Kräfte von den Lehrkräften bis zu den Schulbegleitungen gehören, genauso wie um die räumliche Ausstattung und neue Ideen wie den Aufbau von Bildungscampi. So werden wegen der steigenden Schülerzahlen die älteren Jahrgänge in eine Außenstelle in einem nahegelegenen Gewerbepark umziehen, die möglicherweise auf fünf Jahre angelegt ist, bevor es dann an die Einrichtung eines gemeinsamen Bildungscampus mit der Kreisberufsschule in Elmshorn geht, der aktuell geplant und vom Kreis vorbereitet wird.

Die Ansätze für ein umfassendes gemeinsames Konzept

Das von der kommissarischen KBS-Schulleiterin Frau Frahm und deren Abteilungsleiterin für Inklusion, Frau Wulff, vorgestellte Konzept für eine solche schrittweise Inklusion über ein integriertes Schulleben, Praktika und Hospitationen bis hin zu gemeinsamen Unterrichtsstunden und Projekten fand großes Interesse und viel Zustimmung bei den AfB-Gästen und den SPD-Kommunalpolitikerinnen und -politikern aus dem Kreis und der Stadt Elmshorn. Die Absolventinnen und Absolventen des Förderzentrums für geistige Entwicklung könnten dadurch Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit gewinnen und möglicherweise sogar Perspektiven bis hin zu einer geeigneten Ausbildung oder Anlerntätigkeit entwickeln. Für die Auszubildenden und die Schülerinnen und Schüler an der Kreisberufsschule könnten sich zugleich mehr Einfühlungsvermögen, Geduld und Empathie entwickeln. Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der AfB, hierzu: „Inklusion fängt bei der alltäglichen Begegnung von jungen Menschen mit und ohne Handicap an. Da entwickelt der Bildungscampus jetzt ein sehr anspruchsvolles und wegweisendes Konzept, das auch die nötige politische Unterstützung verdient.“

Konkrete Anregungen und Forderungen

Was das im Einzelnen bedeuten würde, müsse jetzt gemeinsam mit den beteiligten Schulen, den Schulträgern sowie dem Kreis und dem Land ausgehandelt werden. Nicht nur hierzu, sondern auch zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Kräfte im Förderzentrum insgesamt konnten die SPD-Bildungspolitikerinnen und -politiker noch etliche weitere Anregungen und Forderungen für ihre Arbeit mitnehmen – vom besseren Gehörschutz über die Gesundheitsförderung der Lehrkräfte bis hin zur Ausbildung und Qualifizierung der multiprofessionellen Teams und der Entlastung bei Verwaltungsaufgaben.

Für die AfB ist klar: Sie will solche Impulse nun aufnehmen und in die Landespolitik hineintragen. Ernst Dieter Rossmann: „Schwarz-Grün ist viel zu behäbig. Da braucht es dringend eine klare Priorität für die Bildung sowie mehr Dynamik und Praxisnähe.“

Quelle: KV Pinneberg