Die Büchereileiterin Kristin Kong überzeugt mit ihrem Konzept für die Ansprache und Werbung bei Kindern und Familien
Die Barmstedter Bücherei am Holstenring, mitten in einem Wohnkomplex und nicht weit von der unmittelbaren Innenstadt entfernt gelegen, mag zwar räumlich klein sein, hat sich aber zu einem äußerst lebendigen und gerade für Kinder und Jugendliche attraktiven Ort für Bücher, Lesen und mehr entwickelt. „Da ist ein echtes Kleinod an Lebendigkeit für das Lesen und das Buch entstanden“, so die einhellige Auffassung beim Kulturforum der Kreis Pinneberger SPD, das sich bei seiner letzten gut besuchten Zusammenkunft einen unmittelbaren Eindruck von dieser Kultureinrichtung verschaffte.

Die Bibliotheksleiterin Kristin Kong und ihr Team durften sich deshalb auch kürzlich über die besondere Auszeichnung als 2. Preisträgerin des Bibliothekspreises Schleswig-Holstein im Jahr 2025 freuen. Beate Raudies, Vorsitzende des regionalen Kulturforums, Landtagsabgeordnete und zugleich auch im Vorstand des Vereins Bibliotheken SH, erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass eine solche Auszeichnung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern sich durch ein sehr konkretes Projekt, ein klares Profil und besondere Ideen erarbeitet werden muss.
Dies machte Kristin Kong dann deutlich, indem sie den Schwerpunkt der Kinder- und Familienarbeit in der Barmstedter Bücherei hervorhob. Dazu gehören intensive Kontakte und Kooperationen mit allen Kindergärten und Grundschulen, ein kostenloser Bibliothekspass für jedes Kind – sofern die Eltern zustimmen –, ein buntes, abwechslungsreiches Programm sowie entsprechend für Kinder gestaltete Räumlichkeiten. Kong: „Über die Kinder haben wir auch viele Eltern und Großeltern wieder neu für die Bücherei interessieren können.“ Generationen lesen gemeinsam – „GlG“ – und reden und erleben dabei etwas Neues, sei dafür das richtige Motto.
Das Kulturforum will diesen Ansatz nach dem „GlG“-Motto nun auch in die weiteren Debatten zur Lesekultur und zur Bedeutung von Büchereien als kulturelle Daseinsvorsorge einbringen. Auch die Ideen von Büchereien als „Dritter Ort“ und die gezielte Ansprache von Seniorinnen und Senioren fanden großes Interesse in der intensiven Aussprache und Diskussion, zumal auch Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus Orten anwesend waren, in denen die dortigen Büchereien vor Veränderungen oder im besten Fall vor Erweiterungen stehen.
Vor allem wichtig sei jedoch ausreichend qualifiziertes und engagiertes Personal, denn moderne, bürgernahe Büchereien sind längst mehr als nur ein Ort der Ausleihe, sondern auch der Beratung, des Austauschs und der Begegnung. Viel Beifall für die engagierte und lebhafte Vorstellung der Büchereileiterin verband Beate Raudies abschließend mit dem Versprechen, die Förderung und Unterstützung des Lesens und der Büchereien auch künftig zu einem Schwerpunkt in der Arbeit des Kulturforums zu machen.
Ernst Dieter Rossmann, 01.04.2026
Quelle: KV Pinneberg
