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Die Deutsche Bahn muss ihre soziale Verantwortung ernster nehmen

Der SPD-Kreisvorstand fordert mehr Transparenz und vorausschauende Planung

Die Kalamitäten rund um den drittgrößten Bahnhof in Schleswig-Holstein in Elmshorn, aber auch andernorts im Kreis, wie z. B. in Tornesch oder auch in Pinneberg, haben in der letzten Sitzung des SPD-Kreisvorstandes zu einer grundsätzlichen Debatte geführt. Anlass war das Dilemma mit der langen Bauzeit für die Erneuerung des Fahrstuhls und der lange Zeit ungeklärten Unterbringung der Bahnhofsmission. Für den SPD-Kreisvorstand war dies Anlass, bei allen großen Problemen der Bahnpolitik – wie der voraussichtlich weiteren Verzögerung des dritten und vierten Bahngleises im Kreis Pinneberg sowie der zusätzlichen Bahnsteigkante in Elmshorn – auch die soziale Verantwortung der Bahn im Kleinen zu diskutieren.

„Eine koordinierte Vorplanung des sozialen Umfeldes rund um die reine Beförderungsleistung gehört offensichtlich nicht zu den Stärken der DB. Dabei beginnt eine gute Bahnfahrt nicht erst beim Ein- und Aussteigen in den Zug, sondern schon lange davor und danach“, so die SPD. Wenn dann die Ausstattung des neuen DB-Reisezentrums – immerhin im Mai 2025 eingezogen – mit einer Sitzgelegenheit für ältere Menschen oder Menschen mit einem Handicap auch nach Monaten immer noch offen ist, wie in Elmshorn, trotz wiederholter Mahnungen und Schreiben der dortigen SPD-Seniorengruppe, wirft das Fragen nach der sozialen Abstimmung innerhalb der Bahn und ihren verschiedenen Abteilungen bzw. Unternehmensbereichen auf. Auch der Ersatzbau für den Fahrstuhl ist offensichtlich nur technisch gedacht worden; Fragen der Zugänglichkeit wurden erst nach vielen Protesten nachträglich berücksichtigt und bekannt gemacht. Die SPD dazu: „So etwas schafft Verdruss, der nicht sein muss.“

Zur Bahnhofsmission in Elmshorn weist die Kreis-SPD darauf hin, dass diese nicht nur die einzige ihrer Art im Kreis Pinneberg ist, sondern an einem drittgrößten Bahnhof des Landes, der ein bedeutender Umsteigebahnhof im Fernverkehr Richtung Sylt sowie nach Flensburg und Kiel ist, auch eine überregionale Bedeutung hat. Geeignete Räumlichkeiten für Gäste und Mitarbeitende sind daher Pflicht und hätten von Anfang an mitbedacht werden müssen.

Dass der nachdrückliche Einsatz der Landtagsabgeordneten und SPD-Ortsvorsitzenden Beate Raudies sowie weiterer Mitglieder aus Fraktion und Vorstand in Elmshorn zusammen mit dem Träger und den Mitarbeitenden der Bahnhofsmission nun dazu geführt hat, dass die Bahn einen ersten konkreten Verbesserungsvorschlag gemacht hat – nämlich eine Containerlösung –, ist immerhin ein Lichtblick. Auch hier gilt die alte Devise: dranbleiben, eng mit den Betroffenen und Beteiligten zusammenarbeiten und die zuständigen Stellen nicht aus der Verantwortung lassen, so die Kreis-SPD.

Verantwortlich: Ernst D. Rossmann, 01.04.2026

Quelle: KV Pinneberg