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Der Masterplan Arbeit.Wirtschaft.SH – Was wir wollen

Dafür arbeitet die SPD in Schleswig-Holstein und das hat sie auf dem letzten Landesparteitag am 14.2. in Büdelsdorf dazu beschlossen:

Was wir wollen: Das grundsätzliche Ziel

Für einen Masterplan Arbeit.Wirtschaft.SH – Schleswig-Holstein als europäischer Zukunftsraum zwischen Nord- und Ostsee

Die schleswig-holsteinische SPD will eine starke und erfolgreiche Wirtschaft. Denn diese ist essentiell für die Menschen und das Land. Eine starke Wirtschaft ermöglicht gute Arbeit, die für viele Menschen Teilhabe und persönliche Erfüllung ist. Eine starke Wirtschaft sichert unseren Wohlstand und unsere Freiheit. Und eine starke Wirtschaft ist Voraussetzung für einen starken Sozialstaat.

Doch die Stärke unserer Wirtschaft steht auf dem Spiel. Jahre geringen Wirtschaftswachstums, geopolitische Unsicherheiten, Fachkräftemangel, überlastete Infrastrukturen sowie technologisch durch Energiewende, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz angetriebener Strukturwandel mit zum Teil disruptiven Veränderungen bedürfen einer beherzten und strategisch angelegten Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik.

Davon ist bei der derzeitigen Landesregierung nichts zu sehen. Das werden wir ändern. Wirtschaftspolitik in Schleswig-Holstein machen wir wieder zur Chefsache. Es braucht einen ganzheitlichen und ressortübergreifenden Ansatz, der gute Arbeit und erfolgreiche Wirtschaft verbindet und die Industrie als Garantin für hohe Wertschöpfung und gute Arbeitsbedingungen stark macht. Gemeinsam mit Unternehmen, Gewerkschaften, Verbänden und Kammern wollen wir in einer sozialdemokratisch geführten Landesregierung den Masterplan Arbeit.Wirtschaft.SH auf den Weg bringen.

Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und der Industrie hat Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren an Beschäftigung verloren. Wir wollen das nicht einfach hinnehmen, sondern gegensteuern: mit einem breit getragenen Plan für die Zukunft unseres Landes mit seiner besonderen Lage im Zentrum des nordeuropäischen Wirtschaftsraums und seinen vielen Vorteilen gegenüber anderen Regionen.

Um die Wirtschaft in Schleswig-Holstein zu stärken, brauchen Unternehmen in den kommenden Jahren dringender als je zuvor gut qualifizierte Arbeits- und Fachkräfte, eine verlässliche und stabile Verkehrsinfrastruktur und bezahlbaren Wohnraum für ihre Arbeitnehmer:innen. Und das verarbeitende Gewerbe und die Industrie benötigen dringend Energie, die planbar, stabil und günstig ist. Durch seinen bereits jetzt hohen Anteil an Erneuerbaren Energien hat Schleswig-Holstein dafür beste Voraussetzungen.

Wir starten auf diesem Parteitag die Debatte zu den Themen Arbeit und Wirtschaft und werden diese bis zur Landtagswahl im Jahr 2027 in einen breiten Dialog mit den Sozialpartnern vorantreiben.

Wie ist die Ausgangslage?

Sagen was ist: Defizite auf dem Arbeitsmarkt benennen und angehen

Mit 1,2 Millionen Beschäftigten, davon etwas mehr als 1 Million sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen, liegt Schleswig-Holstein auf einem hohen Niveau. Das Wirtschaftswachstum lag zuletzt zwar über dem Bundestrend, aber dennoch viel zu niedrig für eine echte wirtschaftliche Dynamik.

Bei einem genaueren Blick zeigen sich erhebliche Defizite, gegen die wir in einer sozialdemokratisch geführten Landesregierung angehen werden:

  • Die Löhne und Gehälter sind zu niedrig. Schleswig-Holstein kommt nicht aus dem Lohnkeller heraus. Mit einem Bruttomonatsverdienst von rund 3.700 Euro liegt der echte Norden auf dem letzten Platz der westdeutschen Bundesländer.
  • In Schleswig-Holstein arbeiten etwa 124.100 Beschäftigte zum Mindestlohn — das entspricht etwa zehn Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse. Diese Beschäftigten profitieren von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 und 14,60 Euro zum 1. Januar 2027, für die wir Sozialdemokrat:innen erfolgreich gestritten haben.
  • Ein Grund für das niedrige Lohnniveau ist, dass der Aufbau an Beschäftigung vor allem in Branchen mit geringer Tarifbindung stattfindet, etwa der Gesundheitswirtschaft oder der Logistik. In diesen Branchen ist auch die Teilzeitquote hoch. Im verarbeitenden Gewerbe – Branchen mit hoher Tarifbindung, besserer Bezahlung und hohem Wertschöpfungsanteil – verlieren wir in Schleswig-Holstein Monat für Monat hunderte Arbeitsplätze.
  • Die Arbeitslosenquote steigt seit knapp 3,5 Jahren infolge des Krieges in der Ukraine und der gestiegenen Energiepreise auf jetzt 5,8 Prozent (Dezember 2025). Es gibt fast 20.000 Arbeitslose mehr als vor Beginn der Wirtschaftskrise. Mehr als ein Drittel sind Langzeitarbeitslose. Insgesamt ist wenig Bewegung auf dem Arbeitsmarkt.
  • Es verlassen weiterhin viel zu viele Schulabgänger:innen die Schule ohne Abschluss. Die Quote der Betroffenen ohne ESA (Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss) ist auf einen traurigen Rekordwert von 9,7 Prozent (2024) gestiegen. Im Bundesdurchschnitt lag sie zuletzt mit 7,2 deutlich niedriger als in Schleswig-Holstein.

Sagen, was wir wollen – in 7 Kapiteln mit eigenen Vorschlägen

  1. Industrie in Schleswig-Holstein stärken
  2. Erneuerbare Energien besser nutzen
  3. Dänemark und Hamburg als Vorbilder und Partner
  4. Qualität im Tourismus ausbauen
  5. Gründungen und Innovationen erleichtern
  6. Wirtschaftspolitik ganzheitlich denken – Gute Bildung und gute Infrastruktur, funktionierende Sozialsysteme
  7. Gute Arbeit: Arbeitsmarktprogramm in Schleswig-Holstein starten

Auf unserer Homepage werden wir hierzu in mehreren Abschnitten berichten.

Quelle: KV Pinneberg