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„Die Unbeugsamen“: Filmabend des SPD-Filmclubs in Schenefeld mit lebendiger Diskussion

Mit einem Filmabend hat der SPD-Filmclub Schenefeld am vergangenen Sonntag zur Auseinandersetzung mit der Rolle von Frauen in der Politik eingeladen. Gezeigt wurde der Film „Die Unbeugsamen“, der eindrucksvoll die Geschichte von Frauen in der Bonner Republik erzählt. Er macht deutlich, mit welcher Entschlossenheit, Geduld und Durchsetzungskraft Frauen sich ihren Platz in einer lange von Männern dominierten Politik erkämpfen mussten.

Zu Beginn des Abends begrüßte Nils Wieruch (SPD Schenefeld) die Gäste und führte in die Veranstaltung ein. Im Anschluss an die Vorführung diskutierten Beate Raudies (Landtagsabgeordnete und Landtagsvizepräsidentin), Luana Marsau (stellvertretende Vorsitzende der Jusos Schleswig-Holstein) und Maybrit Venzke (stellvertretende Vorsitzende der SPD Schleswig-Holstein) über die im Film aufgeworfenen Fragen. Die Moderation übernahm Finja Schwickert, Co-Vorsitzende der Jusos Schenefeld.

In der Podiumsdiskussion wurden sowohl Parallelen als auch Unterschiede zwischen den Erfahrungen der Frauen in der Bonner Republik und der heutigen Situation identifiziert. Deutlich wurde: Gleichstellung ist auch heute weiterhin ein zentrales Thema, das viele Frauen beschäftigt – auch wenn sich die konkreten Herausforderungen teilweise verändert haben.

So wurden neben strukturellen Fragen der politischen Teilhabe auch sehr aktuelle Themen diskutiert, etwa Gewalt gegen Frauen, insbesondere auch digitale Gewalt durch Hass und Hetze im Internet. In diesem Zusammenhang wurde auch der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz thematisiert, etwa anhand aktuell viel diskutierter Fälle.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung von Frauennetzwerken. Einigkeit bestand darin, dass diese nach wie vor entscheidend sind, um sich gegenseitig zu stärken, Erfahrungen zu teilen und politische Veränderungen voranzubringen. Gleichzeitig wurde ein wichtiger Unterschied zur Vergangenheit hervorgehoben: Viele Errungenschaften sind bereits erkämpft worden, und es gibt heute zahlreiche Vorbilder, an denen sich junge Frauen orientieren können. „Die erste Frau“ in einer Position zu sein, sei seltener geworden – auch das ein Zeichen von Fortschritt.

Der Abend bot nicht nur einen eindrucksvollen Rückblick, sondern auch Raum für aktuelle Debatten, persönliche Einblicke und einen intensiven Austausch.

Quelle: KV Pinneberg