Drei Monate nach dem Start zieht der Bürgerbus im Amt Hörnerkirchen eine sehr positive erste Bilanz. Bei einem Besuch in Brande-Hörnerkirchen informierten sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Ralf Stegner und der Landtagsabgeordnete Thomas Hölck über das Projekt und sprachen mit Koordinator Werner Harms über die Erfahrungen der ersten Monate.
Werner Harms, langjähriger Sozialdemokrat aus dem Amt Hörnerkirchen, gehört zu den treibenden Kräften hinter dem Projekt und koordiniert die Arbeit des Bürgerbus-Teams. Mit großem ehrenamtlichem Engagement organisiert er gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern den Fahrbetrieb und sorgt dafür, dass das Angebot zuverlässig funktioniert.
Die Zahlen zeigen: Das Angebot wird gut angenommen. Bereits über 100 Bürgerinnen und Bürger haben den Bürgerbus genutzt, rund 2.100 Kilometer wurden gefahren. Insgesamt 22 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass das Angebot zuverlässig funktioniert – vom Telefondienst bis zu den Fahrten selbst.
Das Prinzip des Bürgerbusses ist dabei einfach und überzeugend: Bürger fahren für Bürger – ehrenamtlich, kostenlos und für alle. Das Angebot richtet sich an alle Menschen im Amtsbereich Hörnerkirchen. Fahrten sind innerhalb des Amtsgebietes sowie nach Barmstedt möglich, etwa für Einkäufe, Arztbesuche oder persönliche Erledigungen. Fahrten nach Elmshorn werden beispielsweise für medizinische Termine oder Behördengänge zum Finanzamt, zur Kreisverwaltung oder zum Arbeitsamt angeboten.
Organisiert werden die Fahrten über das Bürgerbusbüro, das montags und mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr erreichbar ist. An diesen Tagen können Fahrten angemeldet werden. Die Fahrten selbst finden dienstags und donnerstags zwischen 8 und 18 Uhr statt. Unterstützt wird die Organisation durch ein spezielles Computerprogramm, das sowohl die Dienstpläne der Ehrenamtlichen als auch die Fahrtenplanung erleichtert.
Koordinator Werner Harms berichtet von einer großen Motivation im Team: „Es macht wirklich Spaß!“ Besonders beeindruckend sei die Dankbarkeit der Fahrgäste. „Wir haben über 100 Personen bisher gefahren und nur gute Erfahrungen gemacht“, sagt Harms.
Wie wichtig der Bürgerbus für viele Menschen inzwischen geworden ist, zeigen auch persönliche Geschichten. So können etwa Physiotherapie-Termine nur wahrgenommen werden, weil sie gezielt auf die Bürgerbus-Fahrzeiten gelegt werden. Auch für ältere Menschen, die nicht mehr selbst Auto fahren möchten, ist das Angebot eine wichtige Hilfe im Alltag.
Für Thomas Hölck ist klar: „Der Bürgerbus erhält die Lebensqualität der Menschen.“
Ralf Stegner ergänzt: „Der Bürgerbus ist eine gute Antwort auf die großen Probleme im ländlichen Raum und eine echte Hilfe für die Menschen.“
Der Bürgerbus im Amt Hörnerkirchen zeigt damit, wie bürgerschaftliches Engagement und praktische Lösungen die Mobilität im ländlichen Raum stärken können.
Quelle: KV Pinneberg
