Auszubildende brauchen Wohnraum!
Studierende und Auszubildende sind besonders auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen. Schleswig-Holstein liegt allerdings bei der Versorgung Studierender und Auszubildender mit gefördertem Wohnraum auf dem letzten Platz aller Bundesländer. Das wird vom SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Thomas Hölck scharf kritisiert.
Für die SPD-Landtagsfraktion erklärt er hierzu: „Unser Ziel ist es, bis 2040 den geförderten Wohnraum für Studierende zu verdoppeln. Dazu müssen Land und Hochschulstandorte geeignete Grundstücke zu günstigen Konditionen zur Verfügung stellen. Neben einer Aufstockung der personellen und finanziellen Kapazitäten des schleswig-holsteinischen Studentenwerks muss die Bundesförderung durch das Programm ‚Junges Wohnen‘ kurzfristig verdoppelt und die Kofinanzierung durch das Land sichergestellt werden.“
Die Einrichtung eines solchen schleswig-holsteinischen Auszubildendenwerkes sei auch notwendig, um analog zum Studierendenwerk die Versorgung von Auszubildenden mit Wohnraum zu organisieren.
Insbesondere, aber nicht ausschließlich, in ländlichen Räumen besteht der Bedarf an der Errichtung von Ausbildungswohnanlagen, um Auszubildenden kostengünstigen, bezahlbaren Wohnraum bieten zu können. Die Ausbildungswohnanlagen sollen vorzugsweise in öffentlicher Trägerschaft betrieben und auch durch die Ausbildungsbetriebe mitfinanziert werden, um besonders günstige Konditionen zu garantieren.
Aufbauend darauf soll es eine Unterkunftsgarantie für Studienanfänger*innen, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende geben: Wer zu Beginn des Studiums, der Ausbildung oder des Dienstes noch keine Unterkunft gefunden hat, kann sich wenigstens für das erste Semester bzw. das erste Ausbildungs- bzw. Dienstjahr darauf verlassen, dass eine bezahlbare Unterkunft für maximal 400 Euro Miete im Monat zur Verfügung steht.
Thomas Hölck: „Was für die Studierenden gilt, muss im Zuge der Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Ausbildung jetzt auch zügig für die jungen Auszubildenden aufgebaut werden. Auch hier gibt es verschärft die Suche nach kleinen Wohnungen, weil der heimatliche Wohnort, die Ausbildungsstelle und der Schulort räumlich weit auseinanderliegen.“
Quelle: KV Pinneberg
