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Der Kreisparteitag verjüngt den Vorstand und fasst sehr konkrete Beschlüsse

Große Geschlossenheit und viel Aufbruchstimmung bei der SPD im Kreis Pinneberg

Kontinuität und Erneuerung, Geschlossenheit und Aufbruch: Beides zusammen stand beim ordentlichen Kreisparteitag der Pinneberger SPD am Sonntag in Holm im Mittelpunkt. Mit viel Zustimmung wurde dabei die Eröffnung des Parteitages durch den jüngsten SPD-Ortsvorsitzenden im Kreis Pinneberg, den 19-jährigen Johann Reese aus Quickborn, aufgenommen, der in den Mittelpunkt seiner Rede die notwendige Balance von parteipolitischem Profil und demokratischen Kompromissen stellte, bevor es dann an die notwendigen umfangreichen Personalwahlen ging.

Johann Reese, Ortsvereinsvorsitzender der Quickborner SPD, eröffnet den Parteitag in Holm.

Große Unterstützung gab es dabei für die Wiederwahl des bisherigen Kreisvorsitzenden Thomas Hölck, der bereits im 13. Jahr an der Spitze des SPD-Kreisverbandes steht und dies damit auch die nächsten zwei Jahre weiterführen wird. Für seine intensive Basisarbeit, die gute Zusammenarbeit im Kreisvorstand und die vielen neuen Initiativen im Kreisverband erhielt Thomas Hölck nicht nur viel Beifall, sondern zusätzlich ein Extra-Dankeschön in Form eines großen Blumenstraußes durch seine bisherige Stellvertreterin Heidi Keck.

Thomas Hölck wurde erneut zum Kreisvorsitzenden gewählt!

Die Geschlossenheit und gute Stimmung in der Kreis-Pinneberger SPD zeigte sich dann auch bei den anschließenden Wahlen für den gesamten Vorstand. Der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Hölck präsentierte hierzu eine Mischung aus Erfahrung und Kontinuität sowie jungen Kräften mit neuen Ideen, die durchweg sehr gute Stimmergebnisse erzielten. Dabei kandidierten nicht nur alle bisherigen Vorstandsmitglieder für eine weitere zweijährige Wahlperiode, sondern es wurden auch mit Martin Schlotzhauer, Finja Schwickert und Claudia Wittburg drei neue und jüngere Mitglieder der SPD in den Kreisvorstand gewählt. Für Heidi Keck, die in Zukunft als Beisitzerin im Vorstand weiter mitarbeiten wird, rückte gleichzeitig die bisherige Beisitzerin Lina Voges mit dem Spitzenergebnis einer einstimmigen Wahl in dieses höchste Beschlussorgan der SPD im Kreis Pinneberg auf. Thomas Hölck: „Mit 30 Jahren und zugleich schon viel Erfahrung als frühere Juso-Kreisvorsitzende und als Vorstandsmitglied und Ratsfrau in Pinneberg setzt die SPD damit ein starkes Zeichen und kombiniert gleichzeitig die gute Verankerung in den Städten wie in den Gemeinden im Kreis.“ Zum weiteren Stellvertreter wurde Helge Neumann, SPD-Ortsvorsitzender in Hemdingen und Kreistagsmitglied, wiedergewählt.

Die Spannweite im Alter der Mitglieder erstreckt sich dabei im neuen SPD-Kreisvorstand von der 18-jährigen Finja Schwickert, die noch Schülerin in Schenefeld ist, bis zum 74-jährigen langjährigen ehemaligen Abgeordneten Ernst Dieter Rossmann aus Elmshorn. Der Vorstand ist mit seinen 14 Mitgliedern streng paritätisch nach Frauen und Männern besetzt, und es sind Mitglieder aus vier Städten wie aus vier ländlichen Ortsvereinen dabei. Thomas Hölck: „Diese tolle Mischung macht es, und wir werden zusammen mit den aktiven Arbeitsgemeinschaften auch in den nächsten zwei Jahren viel bewegen wollen und können – mit unseren Inhalten, mit Aktionen und mit viel Parteileben, auch unabhängig von den Wahlen.“

Dazu stellte Sonja Birnbaum aus Uetersen eine neue Initiative vor, mit der sich die SPD-Frauen in Zukunft noch stärker für Gleichstellung und eine sozial gerechte, feministische und solidarische Politik im Kreis Pinneberg einsetzen wollen. Als Anliegen gerade für Frauen bei der anwachsenden Bevölkerung im Kreis Pinneberg sind dabei besonders im Blick: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Mobilität und die Leistungsfähigkeit des ÖPNV, bezahlbarer Wohnraum sowie die Auseinandersetzung mit Sicherheit im öffentlichen Raum, Pflege und Gesundheit.

Pflege und Gesundheit waren auch ein zentrales Thema, zu dem der SPD-Kreisvorstand ein umfangreiches Konzeptpapier in den Parteitag eingebracht hatte, das von Professorin Karen Klotmann, Kreistagsabgeordnete und Leiterin des Initiativkreises Gesundheit der Kreis-SPD, auf dem Parteitag vorgestellt wurde. Mit der einstimmigen Annahme dieses Konzeptes ist jetzt eine Grundlage für weitere Aktivitäten von der Bundesebene bis ganz konkret in den Kreis hinein gelegt. Karen Klotmann: „Die vielen Gespräche und Besuche, die wir hier im Sommer im Kreis Pinneberg machen konnten – vom Wendepunkt über Pflegeeinrichtungen bis zum Rettungsdienst – haben uns viele neue Anregungen gegeben, die auch über das Thema neues Krankenhaus hinausweisen und an denen jetzt gearbeitet werden kann.“ Ein Schwerpunkt soll hier der Ausbau der Gesundheitsprävention sein. „Nur mit Appellen wird es dabei nichts werden, sondern dafür muss an den Strukturen gearbeitet werden“, so Karen Klotmann. Weitere Konzepte auf diesem „Arbeitsparteitag“ wurden schließlich für den Bereich der Arbeitszeitregelung, die schulische und berufliche Bildung sowie die Sicherheits- und Friedenspolitik diskutiert und nach lebhaften Diskussionen dann auch mit jeweils sehr großer Mehrheit beschlossen.

Der Parteitag beschließt viele Anträge in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Frieden.

Ein besonderer Höhepunkt war überdies die Verleihung einer besonderen Auszeichnung der Kreis-Pinneberger SPD an Ingo Struve. Der langjährige SPD-Ratsherr in Uetersen, dortige Fraktionsvorsitzender, Kreistagsabgeordnete und auch SPD-Ortsvorsitzende, der jetzt aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten muss, erhielt unter lang anhaltendem Beifall die „Pinneberger Rose der Kreis-SPD“ aus der Hand des SPD-Kreisvorsitzenden. Thomas Hölck: „Solche unermüdlichen und kompetenten Genossen wie Ingo Struve, die sich für die Menschen in ihrer Kommune und darüber hinaus über Jahrzehnte einsetzen, sind ein großer demokratischer Schatz an Erfahrung und Urteilskraft – und zugleich ein unverzichtbarer Schutz für eine stabile und lebendige Demokratie vor Ort. Wir brauchen solche Persönlichkeiten in allen demokratischen Parteien und sind stolz darauf, dass Ingo Struve mit seinem Können und seinem Einsatz so lange bei der SPD in Uetersen und im Kreis Pinneberg für seine Mitmenschen und unsere Demokratie aktiv sein konnte und gewesen ist.“

Ingo Struve erhält die „Pinneberger Rose“ als Ehrung für sein jahrzehntelanges Engagement.

 

Quelle: KV Pinneberg